_"Brinell-Härte" klassifiziert den Härtegrad von Parkett

 


Bodenbeläge in Privathäusern oder öffentlichen Gebäuden sind unterschiedlichen Beanspruchungen ausgesetzt. Deshalb muss bei der Planung des Fußbodenbelags die zu erwartende Anforderung beachtet werden. Das gilt auch für Parkett, der sich allemal für geringe und auch hohe Belastungen eignet. Um die richtige Holzart auszuwählen, empfiehlt die Föderation der Europäischen Parkett-Industrie (FEP) sich vor der Verlegung beim Fachhandwerksbetrieb oder direkt beim Hersteller über das Sortiment zu informieren.

Grundsätzlich erfordern öffentliche Räume mit Publikumsverkehr ein strapazierfähigeres Parkett als Privaträume. Zur Orientierung für den Härtegrad des Holzes gilt die Angabe in der Brinell-Härte. Sie sagt aus, wie hoch die Widerstandsfähigkeit bei Druckbeanspruchung auf einer begrenzten Fläche ist, beispielsweise die Punktbelastung durch spitze Absätze. Gemessen wird der Widerstand, den das Holz einem einwirkenden härteren Körper entgegensetzt. Dabei hängt die Druckfestigkeit der einzelnen Holzarten von deren Dichte ab. Ein Holz ist umso dichter, je mehr Holzfasern es hat. Sind jedoch große Zellhohlräume dazwischen, lässt es sich leichter zusammendrücken und gibt der Belastung eher nach.

Für private Wohnräume gilt: Alle für Parkett geeigneten Holzarten können in weniger frequentierten Bereichen wie beispielsweise ein Schlafzimmer verlegt werden. Dagegen sollten in Kinderzimmern, Hobbyräumen und Fluren oder für Treppen Hölzer verwendet werden, die auch stärkerer Beanspruchung stand halten. Hier finden Laubhölzer wie Eiche, Buche, Esche oder Ahorn ihrer Robustheit wegen häufig Verwendung. Andere Hölzer wie Merbau, Wenge oder Doussie weisen einen noch höheren Härtegrad als die einheimischen Holzarten auf. Deshalb werden sie bevorzugt im öffentlichen Bereich eingesetzt, wie beispielsweise in Museen, Theatern, Restaurants sowie Kindergärten oder Kaufhäusern. Ist das richtige Holz gewählt, hält das Parkett den jeweiligen spezifischen Anforderungen stand.

Ergänzung: Die Brinell-Härte ist nach ISO genormt. Eine Stahlkugel mit 10 mm Durchmesser wird mit einer bestimmten Kraft F (diese ist abhängig von der Rohdichte und kann 100 N, 500 N bzw. 1000 N betragen) 15 Sekunden lang in den Prüfkörper gedrückt; 30 Sekunden dort belassen und innerhalb von 15 Sekunden wieder entfernt. Danach wird die hinterlassene Eindruckfläche gemessen.

Einteilung einiger Hölzer nach ihrer Brinell-Härte - die angegebene Härten sind allerdings nur als Anhaltswerte zu verstehen; die tatsächlichen Werte variieren abhängig vom Wuchsgebiet des Baumes und der Schnittart (Lage der Jahresringe):

Ahorn (kanadisch):  4,8 
Ahorn (europäisch):  2,7 
Bambus:  4,0 
Birke:  2,6 
Birne:  2,4 
Buche:  3,5 
Eiche:  3,6 
Erle:  2,5 
Esche:  4,0 
Fichte/Tanne:  1,3 
Kastanie:  2,3 
Kiefer:  1,6 
Kirsche:  3,0 
Lärche:  2,1 
Mahagoni:  3,0 
Nussbaum (amerikanisch):  3,3 
Olivenholz:  5,9 
Roteiche:  3,7